Zielgruppe: junge Menschen

Die Zielgruppe der Distanzierungs­arbeit sind Jugendliche, die

  • Haltungen und Äußerungen Gruppen­bezogener Menschen­feindlichkeit (z.B. Sexismus, Rassismus, Anti­semitismus, Homophobie) zeigen und tätigen

und/oder

  • sich noch nicht in der rechts­extremen Sze­ne ver­ankert haben, aber Ge­fahr laufen, sich dieser anzu­nähern und in ver­fes­tigte rechts­extreme Struk­turen zu geraten.

Das Spek­trum für diese Gefähr­dung ist breit und wird durch das unten ste­hen­de Schau­bild be­schrieben. Wenn Ihnen die be­schrie­benen Ver­haltens- und Ein­stellungs­weisen bei Jugend­lichen be­kannt vor­kommen, kön­nen Sie sich bei der Fachstelle für Dis­tanzierungs­arbeit ano­nym und ver­traulich be­raten las­sen.

 

Spektrum von Verhaltensweisen und Einstellungen der Zielgruppe

  • unreflektierte Vorurteile/Verallgemeinerung von Gruppen
  • Provokation durch abwertende Sprüche
  • wiederkehrend z.B. rassistische/fremdenfeindliche/homophobe Aussagen
  • Hören abwertender Musik (z.B. Rechtsrock)
  • Konsum von tendenziösen Medien (z.B. "politically incorrect news")
  • Selektive Wahrnehmung und Faktenresistenz
  • Vorurteile werden mit Wut/Hass verknüpft; Gefühl der Benachteiligung
  • Feindbildkonstruktionen
  • Austesten rechtsextremer Argumentationsmuster
  • Hören von indizierter Musik*
  • Verfestigtes Interesse an rechtsextremer Ideologie, Parteien etc.
  • Mangelnde Abgrenzung gegenüber rechtsextremen Verbindungen
  • rassistische Propaganda und ggf. Straftaten nach §§ 86a; 130 StGB**
  • abnehmende soziale Kontakte außerhalb der rechten Szene

* Musik, wird durch die Bundes­prüfstelle für jugend­gefährdende Medien indiziert, z.B. weil sie zur Gewalt­tätigkeit anreizt, gegen das Diskriminierungs­verbot verstößt oder den Straftat­bestand von §§ 86 und 130 StGB erfüllen. Konse­quenzen der Indi­zierung sind z.B., dass die Musik weder be­worben, ver­trieben, ver­breitet oder in einer anderen Wei­se Kindern und Jugend­lichen zugänglich gemacht werden. Weitere Informa­tionen dazu finden Sie auf der Seite der Bundesprüfstelle.

**§ 86a StGB: Ver­wen­den von Kenn­zeichen verfassungs­widriger Orga­nisa­tionen (z.B. Hitler­gruß, Haken­kreuz); § 130 StGB: Volks­verhetzung

 

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