Hako_reJu

Inhaltlicher Schwerpunkt des Handlungskonzepts für die Arbeit mit rechtsextrem-gefährdeten und -orientierten Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit im ländlichen Raum (Hako_reJu) sind Phänomene von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) und Rechts­extremismus. Hako_reJu ist von Phineo als wirkungsvoll evaluiert worden und wird seit 2014 erfolgreich in Deutschland- und EU-weit in Fort- und Weiterbildungen für die (sozial-)pädagogische Praxis und an Studierende vermittelt. Die Teilnehmer*innen schätzen insbesondere den starken Praxisbezug, die strukturierte Kompetenzvermittlung und die bedarfsspezifische Anpassung an regionale Besonderheiten, wie eine eigene Evaluation zeigt. Sie werden so in die Lage versetzt, eigenständig Präventions­aufgaben im Bereich Extremismus zu übernehmen und nach Bedarf mit Partner*innen im Bereich der Distanzierungs­arbeit zusammen zu arbeiten. Der Hako_reJu-Interventions­plan sieht folgende fünf Schritte vor:

1. Schritt Herausforderungen und Phänomene erkennen und einschätzen können
2. Schritt Situationsanalyse: Hinwendungsfaktoren und Gefährdung von Jugendlichen unter Berücksichtigung von biografie-, gender-, milieu- und regionsspezifischen Aspekten
3. Schritt gezielte Netzwerkbildung für die lokale und überregionale Präventionsarbeit
4. Schritt Planung und Evaluation von proaktiven Maßnahmen der Prävention und Intervention
5. Schritt Umsetzung von Methoden einer jugendgerechten und genderreflektierten Präventionsarbeit

Zielgruppen

  • Fachkräfte der Jugendarbeit
  • Fachkräfte der Jugendhilfe
  • Fachkräfte der formalen Bildung

Rahmenbedingungen

  • Teilnehmer*innenzahl: 8 - 15

Hakore_Ju-Fortbildung: In zwei Tagen wird ein Überblick über den Interventionsplan und mögliche Präventionskonzepte für die eigene Arbeit gegeben.

Hako_reJu-Qualifizierung: In zehn Tagen à fünf Modulen wird der Interventionsplan Schritt für Schritt vermittelt. In Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen werden Präventionsansätze für die eigene Arbeit konzipiert. Kurzinterventionen werden eingeübt sowie das Führen von schwierigen Dialogen und Gruppengesprächen mit dem narrativen Ansatz.

 

Weiterführende Informationen finden Sie in der Projektbroschüre zum Download und hier im Internet.